"Es gibt heute wenig Wichtigeres in Deutschland als das, wofür Sie sich einsetzen!"
"Es gibt heute wenig Wichtigeres in Deutschland als das, wofür Sie sich einsetzen!"
Aktualisiert (Mittwoch, den 11. März 2009 um 16:48 Uhr)
Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble würdigt Bildungswirkung des Langzeit-Schüleraustauschs
Wenn sich Schülerinnen und Schüler auf ein Austauschjahr in einem anderen Land vorbereiten, beschäftigen sie sich – häufig zum ersten Mal in ihrem Leben – mit der Frage, was es eigentlich bedeutet, einer fremden Kultur zu begegnen. Sie erforschen ihre eigene kulturelle Prägung und setzen sich damit auseinander, wie eine Gesellschaft – die eigene ebenso wie eine andere – funktioniert. Dabei beginnen sie, auch die eigene Position in der Gesellschaft, ihre Rolle und ihren Beitrag, den sie zum Funktionieren dieser Gemeinschaft leisten, zu reflektieren. Nicht selten leiten die Jugendlichen daraus den Anstoß ab, eben diese Rolle aktiv wahrzunehmen, selbst auszugestalten und sich an gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen. Sie lernen, was es bedeutet, eigenverantwortlich zu handeln – für sich und die Gemeinschaft.
"Weil die umfassende Vorbereitungs- und Begleitarbeit der
gemeinnützigen, bildungsorientierten Jugendaustauschorganisationen
dieses Selbst-Bewusstsein in der Persönlichkeitsentwicklung junger
Menschen herausfordert, leisten Sie mit Ihrer Arbeit einen wichtigen
Beitrag zu der in unserer Gesellschaft so zentralen
Demokratieerziehung", würdigte Bundesinnenminister Dr. Wolfgang
Schäuble am Wochenende im Rahmen des Festakts zum 50jährigen Jubiläum
des AJA-Gründungsmitglieds YFU die Bildungswirkung des
Langzeit-Schüleraustauschs.
Dass ein Austauschjahr häufig der Motor für ein langjähriges
bürgerschaftliches Engagement ist, bestätigten auch die über 1.000
anwesenden ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des
Deutschen YFU Komitees – zumeist ehemalige Programmteilnehmer – die
sich seit fünf Dekaden für die Ziele des interkulturell
bildungsorientierten Jugendaustauschs einsetzen. Auch darauf nahm
Schäuble in seiner Festrede Bezug, als er feststellte: "Deutschland hat
nicht viel, das besser ist als das, was Sie hier ehrenamtlich leisten."
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