Newsarchiv
Verbesserung im Auslands-BAföG
Dienstag, den 02. November 2010 um 16:01 Uhr
Auslandsschulaufenthalt muss nicht mehr auf die Inlandsschulbildung angerechnet werden
„Für die Förderung von Auslandsaufenthalten von Schülern an Gymnasien und anderen Schulen mit gymnasialer Oberstufe, wie Gesamt- oder Gemeinschaftsschulen, entfällt künftig das Erfordernis der grundsätzlichen Anrechenbarkeit auf die Inlandsschulbildung.“
So die bürokratische Ausdrucksweise der Tatsache, dass BAföG (bei der Erfüllung der Voraussetzungen) in Zukunft auch dann gezahlt wird, wenn das Auslandsschuljahr „dazwischengeschoben“ wird, der Schulbesuch im Ausland also nicht auf die schulische Ausbildung in Deutschland angerechnet wird. Dies ist eine deutliche Verbesserung im Schüleraustausch, haben doch in der Vergangenheit häufig interessierte Familien wegen diesem Erfordernis auf eine Teilnahme am Schüleraustausch verzichten müssen.
In der Debatte um die Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetz war zunächst untergegangen, dass das 23. BAföG-Änderungsgesetz den Schüleraustausch erleichtert.
1. Parlamentarischer Abend des AJA
Freitag, den 24. September 2010 um 11:58 Uhr
„Erfahrungen, die kein Schulbuch vermitteln kann“

Dr. Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend (links), und AJA-Sprecher Holger Knaack (rechts)
Der Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustauschorganisationen (AJA) hat zu seinem ersten parlamentarischen Abend nach Berlin-Kreuzberg eingeladen. Bundestagsabgeordneten und Mitarbeitern zuständiger Ministerien sollten in einem zwanglosen Rahmen unter anderem die vielfältigen Probleme geschildert werden, mit denen sich die gemeinnützige Jugendaustausch-Arbeit inzwischen konfrontiert sieht.
So agieren deutsche Auslandsvertretungen stellenweise immer restriktiver bei der Visumerteilung und verlangen zum Beispiel von Schülern schon zur Einreise den Nachweis von Deutschkenntnissen, die doch erst während ihres Aufenthalts hier erworben werden sollen, was stets auch hervorragend innerhalb weniger Monate gelingt - wenn man sie denn lässt.
Auch einige kommunale Ausländerbehörden entwickeln, so die Schilderung von Verantwortlichen, fast wöchentlich neue Ideen, wie man dem internationalen Jugendaustausch - Jugendlichen, Gasteltern und Organisatoren - die Arbeit noch ein wenig schwerer machen könnte.
Die Durchsetzung von G8, einer nur noch achtjährigen Gymnasialzeit, sowie verwirrende Prüfungsvorschriften und -zeiträume machen es ebenfalls nicht eben leichter, eine Schullaufbahn durch einen mehrmonatigen Auslandsaufenthalt zu bereichern.
Mehrere mit dem Thema vertraute Politiker signalisierten an diesem Abend, man habe die Signale vernommen und werde sich um Abhilfe bemühen. Der Abend wurde mit der Filmkamera begleitet, die Filmdokumentation finden sie hier.
Schüleraustausch ist nicht gleich Schüleraustausch
Dienstag, den 04. Mai 2010 um 11:48 Uhr
AJA-Mitglied YFU veranstaltet Podiumsdiskussion mit Experten
Dass der Begriff „Schüleraustausch“ unterschiedlich interpretiert werden kann, wurde bei einer Podiumsdiskussion am 30. April 2010 deutlich. Erwartungen an und Ziele für ein Schuljahr im Ausland sind häufig nicht nur bei Eltern, Schülerinnen und Schülern sehr verschieden, sondern auch bei der Gewichtung innerhalb der über 70 vermittelnden Organisationen in Deutschland.

im Bild v.l.n.r.: Dr. Claus Kunze (DFH), Klaus Krimmel (AJA), Dr. Michael Eckstein (Bürgerstiftung Ahrensburg), Sylvia Schill (schueleraustausch.de), Thomas Terbeck (weltweiser.de)
Wie können sich Jugendliche, Eltern und Lehrer gezielt über das Angebot von Schüleraustauschprogrammen informieren? Wie kann man verschiedene Anbieter vergleichen und was macht gute Qualität aus? Im Rahmen des YFU-Bundestreffens auf Burg Rothenfels diskutierten fünf Experten diese Fragen.
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Open Door International tritt durch die AJA-Tür
AJA vereint jetzt sechs Organisationen
Mit dem Beitritt von Open Door International e.V. zum Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustauschorganisationen (AJA) gehören seit dem 1. August 2009 sechs gemeinnützige Organisationen dem Dachverband an. Die eingetragenen Vereine AFS Interkulturelle Begegnungen, Deutsches Youth For Understanding Komitee, Experiment, Partnership International und Rotary Jugenddienst Deutschland haben gemeinsam mit ihrem neuen Partner über die Jahre rund 100.000 deutschen Jugendlichen einen längeren Auslandsaufenthalt in über 60 Ländern ermöglicht. Rund 50.000 ausländische Schülerinnen und Schüler haben die AJA-Organisationen in deutsche Familien vermittelt.
Open Door International e.V. (ODI) ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Köln. „Open Door“ bezeichnet die offene Tür, die Austauschschülerinnen und Austauschschülern Einlass in eine andere Kultur und deren Lebensweisen gewährt. Seit 1983 betreut ODI Auslandsaufenthalte für deutsche Schüler und Studenten in den USA, Kanada, Neuseeland, Australien, Frankreich, Spanien und vielen anderen Ländern sowie ausländische Jugendliche in Deutschland. Darüber hinaus ist ODI, wie auch die anderen AJA-Partner, für einen Teil des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) des Deutschen Bundestags und des Kongresses der USA verantwortlich.
Neben der Betreuung aller Teilnehmer durch erfahrene Ehrenamtliche und einer sorgfältigen Vor- und Nachbereitung der Auslandserfahrung unterscheiden sich die im AJA vereinten gemeinnützigen Jugendaustauschorganisationen von kommerziellen Anbietern auch dadurch, dass etwa ein Drittel der Teilnehmer mit Stipendien gefördert wird. So ist die wichtige interkulturelle Erfahrung, sich in die Familie eines anderen Kulturkreises zu integrieren, nicht von den finanziellen Möglichkeiten der Eltern abhängig.
AJA-Repräsentant Klaus Krimmel heißt Open Door International e.V. im AJA-Kreis willkommen: „Wir freuen uns sehr über den Beitritt von ODI und auf die zukünftige Zusammenarbeit. Gemeinsam können wir den gemeinnützigen Jugendaustausch stärken!“
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