Studien
Studien
Aktualisiert (Mittwoch, den 29. Juni 2011 um 17:49 Uhr)
In den vergangenen Jahren ist eine Reihe von Studien entstanden, die sich mit verschiedenen Aspekten der Bildungswirkung von einjährigen Schüleraustauschprogrammen befassen sowie Rahmenbedingungen für Schüleraustausch untersuchen.
- Langzeitwirkungen von Schüleraustausch
- Ausbildung interkultureller Kompetenz bei Programmteilnehmern
- Rahmenbedingungen für internationalen Schüleraustausch
Langzeitwirkungen von Schüleraustausch
Hürter, Lisbeth: „Entfernung schafft Klarheit. Die Auswirkungen eines im Ausland verbrachten Schuljahres auf die schulischen Leistungen und den weiteren Bildungsweg." 2009
Die soziologische Studie, an der über 1000 ehemalige Austauschschüler des Deutschen Youth For Understanding Komitee e.V. (YFU) teilnahmen, belegt eine Verbesserung der Schulnoten durch ein Austauschjahr. Gleichzeitig wirkt, laut dieser Studie, ein Austauschjahr positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung. Neben der Steigerung schulischer Leistungen erfasst die Studie auch Aspekte wie die Anerkennung, bzw. Einschiebung von Auslandsschuljahren und Einfluss auf die Berufswahl.
Zeutschel, Ulrich (Hg.): Jugendaustausch - und dann...? Erkenntnisse und Folgerungen aus Wirkungsstudien und Nachbetreuungsangeboten im internationalen Jugendaustausch. - Bensberg: Thomas-Morus-Akademie, 2004. ISBN 3-89198-104-X, 184 S.
Die Studie präsentiert Forschungsergebnisse zu den Langzeitwirkungen von internationalem Jugendaustausch und veranschaulicht sie durch Eindrücke ehemaliger Programmteilnehmer. Aus der Sicht von Anbietern werden Qualifizierungsprogramme zur Vertiefung der interkulturellen Lernerfahrungen dargestellt. Somit richtet sich die Publikation an Forschende und im Austausch Tätige sowie an ehemalige und zukünftige Austauschteilnehmer.
Publikationshinweis (PDF)
Vorwort & Inhaltsverzeichnis der Publikation (PDF)
Bachner, David J. / Zeutschel, Ulrich (Hg.): Students of Four Decades. - Washington, DC: The German Marshall Fund of the United States, 1990, 103 S.
Die Studie dokumentiert die Ergebnisse eines zweijährigen Forschungsprojekts, das im Auftrag von Youth For Understanding (YFU) International Exchange durchgeführt wurde. Untersucht wurden die Rahmenbedingungen der Teilnahme an YFU-Austauschprogrammen und die Auswirkungen auf den weiteren Lebensweg der Teilnehmer in den USA und der BRD. 661 YFU-Ehemalige aus den Programmjahren von 1951 bis 1987 wurden befragt, sowie 384 Vergleichspersonen ohne Jugendaustausch-Erfahrung. Die Ergebnisse bestätigen die "Positive-Wirkungs-Hypothese", nach der internationale Austausch-Erfahrungen bei den meisten Teilnehmenden zu positiven und anhaltenden Einstellungs-, Verhaltens und Wissensveränderungen beitragen.
Eine Follow-up Studie zu Students of Four Decades wurde bereits durchgeführt. Die beiden Autoren David Bachner und Ulrich Zeutschel erstellen derzeit eine umfassende Publikation der ursprünglichen und der Follow-up Studie unter folgendem Titel:
Bachner, David / Zeutschel Ulrich: Students of Four Decades: Participants' Reflections on the Meaning and Impact of International Educational Exchange. - Frankfurt/Main: IKO Verlag für interkulturelle Kommunikation. (Publikation ist in Vorbereitung)
Befragungsergebnisse 1988/89 (PDF)
Zusammenfassung (engl.) (PDF)
Follow-up Workshops und Interviews (engl.) (PDF)
"Eigentlich wollte ich nur mal rauskommen ..." - Langzeitwirkungen internationaler Jugendbegegnungen.
In Zusammenarbeit mit der Bundesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (BKJ), den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (IJGD), dem Deutschen Bundesjugendring (DBJR) und dem Bayerischen Jugendring (BJR) führte die Universität Regensburg von 2002 bis 2005 eine umfassende Studie zur nachhaltigen Wirkung von internationalen Jugendbegegnungsmaßnahmen durch. Finanziert wurde die Studie von der Stiftung Deutsche Jugendmarke.
Im Zentrum des Forschungsprojekts stand die Frage nach Langzeitwirkungen der Teilnahme an internationalen Begegnungen auf die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen. Erstmals wurden dafür acht bis zehn Jahre nach der Begegnung die Effekte von Austauschprogrammen auf die Persönlichkeit der Teilnehmenden untersucht sowie Lern- und Veränderungsprozesse und ihre langfristigen Konsequenzen rekonstruiert.
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die internationalen Erfahrungen einen nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung von Heranwachsenden haben; Auslandsaufenthalte fördern - neben Sprachkompetenz - Selbstsicherheit, Teamfähigkeit sowie Weltoffenheit und können sich positiv auf die beruflichen Perspektiven junger Menschen auswirken.
Eine Internetseite des Forschungsprojekts und der Studie stellt weitere Informationen sowie Publikationshinweise bereit. Der Internationale Jugendaustausch- und Besucherdienst der Bundesrepublik Deutschland (IJAB) e.V. hat daneben zwei Flyer erstellt, die zum einen die Bedeutung der Studie für die Praxis beleuchten, zum anderen den sich aus der Studie ergebenden Handlungsbedarf darlegen.
Hörfunk-Beiträge
Mit den Langzeit- und Bildungswirkungen von Schüleraustauschprogrammen befassen sich auch verschiedene Hörfunk-Beiträge. In diesen stellen die Autorinnen eine Verbindung zwischen den sehr persönlichen Erfahrungen von Austauschschülerinnen und -schülern mit Ergebnissen der wissenschaftlichen Begleitung von Austauschprogrammen her.
NDR Info - Bildungsreport, 07. Dezember 2002
"Erfolgreich und nachhaltig: Expertentreffen zum Thema 'Langzeitwirkungen im Schüleraustausch' in Bensberg." Von Dr. Birgit Wetzel.
NDR, 08. Juli 2003
"Langzeit-Effekte im Schüleraustausch." Von Dr. Birgit Wetzel.
WDR 5 - Leonardo - Wissenschaft und mehr, 02. Mai 2006
"'Ich denke nicht mehr in schwarz und weiß' - Austauschjahr für Schüler." Von Dr. Susanne Kuhlmann.
Ausbildung interkultureller Kompetenz bei Programmteilnehmern
Hammer, Mitchell R.: Educational Results Study.
Im Auftrag von AFS Intercultural Programs führte Prof. Dr. Mitchell Hammer in den Jahren von 2002 - 2004 eine internationale Studie durch, die die interkulturelle Sensibilität von Austauschschülern untersuchte. An der Studie, bei der neben Verbesserung der Sprachkenntnisse die Entwicklung der interkulturellen Kompetenz der Schüler evaluiert wurde, nahmen 1800 Schüler aus neun AFS-Ländern teil - 1300 Austauschschüler und 500 Personen ohne Austausch-Erfahrungen. Die Ergebnisse unterstützen die Nachhaltigkeit von Schüleraustausch: Schüler, die ein Schuljahr im Ausland verbringen, entwickeln nicht nur ihre Sprachkenntnisse auf hohem Niveau, sie finden sich auch in interkulturellen Kontexten weit besser zu recht als Schüler ohne Austausch-Erfahrung.
www.afs.de : Schüleraustausch mit AFS - Studie belegt Nachhaltigkeit
Die Educational Results Study - Interkulturelle Sensibilität auf dem Prüfstand (PDF) (erschienen in: Horizonte. Sommer 2005. Hg. v. AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. S.10-15.)
Die deutsche Ausgabe der Educational Results Studie können Sie bestellen unter: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .
Vollhardt, Johanna: Positive Auswirkungen interkultureller Kontakte auf monokulturelle Personen - am Beispiel der Fähigkeit zur Vornahme situationsadäquater Attributionen. (Diplomarbeit im Fach Psychologie, durchgeführt mit AFS-Gastfamilien). - Köln, 2004.
Befragt wurden 96 AFS-Gastfamilien. Die Hälfte dieser Befragten hatte bereits eine fast einjährige Erfahrung mit einem Gastkind aus Lateinamerika, Afrika oder Südostasien. Die andere Hälfte erwartete den Gastschüler noch. Anhand verschiedener Szenarien wurde deutlich, dass erfahrene Gastfamilien eher in der Lage sind, interkulturelle Missverständnisse zu klären als unerfahrene, da sie bei der Beurteilung des Gastes den kulturellen Hintergrund mit einbeziehen. Die Erfahrungen, die Gasteltern mit einem Austauschschüler aus einer anderen Kultur machen, erweitern also die soziale und interkulturelle Kompetenz.
www.afs.de : AFS-Gastfamilien lernen!![]()
Rahmenbedingungen für internationalen Schüleraustausch
weltweiser-Umfrage, Februar 2011: Wie weltoffen sind deutsche Jugendliche im bundesweiten Vergleich? Statistische Erhebung zur Verteilung der Teilnehmer/innen an Schüleraustauschprogrammen in den 16 Bundesländern
Die Ergebnisse der repräsentativen Studie des Bildungsberatungsdienstes weltweiser zeigen, aus welchen Regionen Deutschlands die bundesweit 20.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stammen, die jährlich an einem Schüleraustauschprogramm teilnehmen. Ziel der Erhebung ist die Ermittlung des Stellenwertes von Schüleraustauschprogrammen in den jeweiligen Bundesländern.
http://www.weltweiser.de/presse/statistik_bundeslaender-weltweiser-Umfrage2011.pdf
Ruffino, Roberto / Hardt, Elisabeth (Conference Proceedings): Mobility of Secondary School Pupils and Recognition of Study Periods Spent Abroad. A Survey. - Brussels: European Federation for Intercultural Learning (EFIL), 2004. 164 S.
Diese internationale Studie, an der sich 19 Partnerländer der "European Federation of Intercultural Learning" (EFIL) beteiligten, hatte zum Ziel, Hindernisse zu beleuchten, die den langfristigen Austausch von Schülern der Sekundarstufe erschweren und Maßnahmen zu deren Ausräumung vorzuschlagen. Den deutschen Teil der Studie erstellten haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter des AFS Interkulturelle Begegnungen e.V., der deutsche Partner des EFIL-Netzwerkes.
www.efil.afs.org/act/ge_mobility.htm
Herzog, Susanne: „... to win the battle for hearts as well as for hardware:" Die westdeutsche „Nachfolgegeneration" und die Entstehung des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms im "Zweiten Kalten Krieg". - Berlin: Freie Universität Berlin, John F. Kennedy Institut für Nordamerikastudien, Abteilung Geschichte, 2005. 102 S.
Am Beispiel des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) beschäftigt sich die Magisterarbeit mit der kulturellen und gesellschaftlichen Dimension der transatlantischen Beziehungen. Auf der Basis unveröffentlichten historischen Quellenmaterials rekonstruiert die Verfasserin die Gründungsgeschichte des Programms im „Zweiten Kalten Krieg". Darüber hinaus wertet sie Leitfadeninterviews mit ehemaligen Teilnehmern der ersten drei Programmjahre (1984 - 1987) aus. Die Arbeit dokumentiert, dass die zu Beginn der 1980er Jahre gegründete Initiative des staatlich geförderten transatlantischen Schüleraustausches bis heute Früchte trägt.
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