AJA ist der Dachverband gemeinnütziger Jugendaustausch-Organisationen in Deutschland.
Seine Mitglieder...
... haben sich auf der Basis gemeinsamer Qualitätskriterien für den internationalen Jugendaustausch zusammengeschlossen. Gestützt auf ehrenamtliches Engagement führen die AJA-Mitglieder weltweit langfristige, bildungsorientierte Schüleraustauschprogramme durch. Unabhängig von Hautfarbe, Religion und politischer Überzeugung wollen sie mit ihrer Arbeit interkulturelles Lernen, Verständigung, Eigenverantwortlichkeit, Toleranz und Respekt für andere Lebensweisen fördern und damit einen Beitrag zur Demokratie- und Friedenserziehung leisten.Anerkennung von Auslandsschuljahren
Aktualisiert (Freitag, den 07. Oktober 2011 um 11:56 Uhr)
2. AJA-Fachtagung im Deutschen Bundestag
Zum zweiten Mal fand bei der gemeinsam von gemeinnützigen und nicht-gemeinnützigen Austauschorganisationen durchgeführten Fachtagung mit Vertretern von neun Kultusministerien ein Kenntnis- und Gedankenaustausch über die Probleme bei der Anerkennung von im Ausland erbrachten schulischen Leistungen statt.
Nach einem motivierenden Vortrag des ehemaligen Staatssekretärs im Auswärtigen Amt und Deutschen Botschafter in den USA, Wolfgang Ischinger, zur Bedeutung des Schüleraustauschs für ihn ganz persönlich, aber auch für die globalisierte Gesellschaft im Allgemeinen, befassten sich die Vertreter von über 40 Austausch-Organisationen und 10 deutschen Kultusministerien auch mit einem Einzelfall: Einem Schüler der sein 10. Schuljahr in Uruguay verbracht hatte, wurde nicht gestattet, Spanisch als Leistungsfach zu wählen – Begründung: Er habe in der zehnten Klasse nicht am Spanisch-Unterricht in seiner deutschen Schule teilgenommen. Auch ein Verwaltungsgericht konnte dem Schüler, der in seinem 10. Schuljahr den gesamten Unterricht auf Spanisch erteilt bekommen hatte, nicht die Teilnahme am Spanisch-Unterricht in seiner Heimat-Schule ermöglichen. Klar, dass sich hieran eine intensive Diskussion anschloss.
In der zweiten Hälfte der Konferenz, die auf Einladung von Viola von Cramon, MdB, im Deutschen Bundestag stattfand (siehe Foto), tauschten die Beamten aus den einzelnen Bundesländern ihre unterschiedlichen Erfahrungen aus und bekundeten übereinstimmend, gemäß dem Beschluss der Kultusministerkonferenz den Schüleraustausch trotz individueller Probleme weiter zu fördern.
Schutz von Programmteilnehmern vor sexualisierter Gewalt und Ausbeutung
Aktualisiert (Mittwoch, den 28. September 2011 um 09:44 Uhr)
Bereits seit 2006 ist dieses Thema fester Bestandteil der AJA-Programme zum Schutz aller Teilnehmer und Mitarbeiter. Es ist außerdem Teil einer kontinuierlichen Qualitätsentwicklung in allen Mitgliedsorganisationen.
Dabei werden in den AJA-Organisationen insbesondere Herausforderungen der interkulturellen Unterschiede Rechnung getragen. So werden die Mitarbeiter innerhalb der Organisationen in regelmäßigen Abständen geschult, um die Jugendlichen und Gastfamilien sensibilisieren und stärken zu können. Alle teilnehmenden Jugendlichen sollen gezielt darauf vorbereitet werden, mit diesen Gefahren umgehen zu können.
Der AJA und seine Mitgliedsorganisationen begrüßen den heute vom Bundeskabinett beschlossenen Aktionsplan 2011 zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung, der, wie die zuständige Ministerin betonte, Kinder und Jugendliche ein „wichtiges Stück näher an das Ziel bringt, ihnen eine sichere, von Vertrauen und Schutz geprägte Umgebung zu schaffen, in der sie unbeschwert aufwachsen können."
Wachsende Schwierigkeiten für den Jugendaustausch
Aktualisiert (Donnerstag, den 22. September 2011 um 17:13 Uhr)
2. Parlamentarischer Grillabend des AJA

Aufenthaltsgenehmigungen enthalten in Zukunft auch die Fingerabdrücke der ausländischen Gäste. Dies gilt auch für die über 2000 Austauschschüler, die für die Dauer eines Jahres in Deutschland zu Gast sind.
Beim zweiten Parlamentarischen Grill-Abend des Arbeitskreises gemeinnütziger Jugendaustauschorganisationen (AJA) standen diese und andere Schwierigkeiten für den Jugendaustausch im Vordergrund.
Parlamentarier, Beamte aus den Bundesministerien und Vertreter der Mitgliedsorganisationen des AJA, die sich unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Volker Bouffier in der Hessischen Landesvertretung trafen, haben sich auch damit beschäftigt, dass Einreise-Visa sehr viel restriktiver als in der Vergangenheit erteilt werden und dass für deren Erteilung keine bundeseinheitlichen Vorschriften und Regelungen bestehen. Einzelne Beamte legen den so genannten „Ermessensspielraum“ höchst unterschiedlich und keineswegs immer der internationalen Begegnung förderlich aus.

So werden Teilnehmer am vom Bundestag gesponserten „Parlamentarischen Patenschafts-Programm“ von Generalkonsulaten und Botschaften regelmäßig ebenso „durchgewinkt“ wie von örtlichen Ausländerbehörden. Bei anderen Austauschprogrammen dagegen, die zum Teil bereits jahrzehntelang erfolgreich bestehen, werden immer höhere bürokratische Hürden aufgebaut. Eine einheitliche und dem Austausch gegenüber positiv eingestellte Haltung aller beteiligten Behörden zu erreichen, stand im Mittelpunkt der „Grill-Gespräche“.
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